Montag, 12. Februar 2018

Furniere

Ein Holzwerkerfreund hat mir etwas mitgebracht.


Im Gepäck bei der Reise nach Köln war auch ein Paket Furniere aus Überbeständen, die nun für mich bestimmt sind. Ich habe mich sehr darüber gefreut und zuhause nochmals in Ruhe begutachtet. Kirsche - Säge- und Schnittfurnier, Hardmaple - sowohl Birdseye als auch Normalware, Santospalisander, Mahagonie, Teak, Roseneiche, Buche und Nußbaum. Jeweils mindestens zwei Blätter damit bookmatched gearbeitet werden kann. Wie für Einlegearbeiten,  Rosetten, Kopfplatten und Randstreifen. Dem edlen Spender vielen Dank für die Blätter. Bei einigen habe ich schon Ideen, was daraus werden könnte. Nun müssen zuerst noch andere Arbeiten abgeschlossen werden, dann ist Zeit für die schönen und sehr kreativen Arbeiten.

Die Übersicht der Schätze.

Kirsche als Säge und Schnittfurnier. Dazu Roseneiche.
Eine besondere Form von Hardmaple auch deutsch: Vogelaugenahorn.
Die Blätter haben eine sehr schöne Ausstrahlung.
Die Textur ist etwas ganz besonderes. Dabei ist das Holz dicht und fest.
Eiche, hier Roseneiche. In der etwas stärkeren Ausführung an Material.
Und dies sind Sägefurnierbretter aus Kirsche. Sie werden einiges an Arbeit verursachen, aber zusammen mit Streifen aus den gefladerten Messerblättern habe ich schon eine Idee zur weiteren Verwendung. Das nächste Projekt ist entstanden.
   

Dienstag, 24. Oktober 2017

Werkzeuge in bester Qualität

Wiederbelebung alter Sägen.



Von Hand wieder aufgearbeitet und auch die Bezahnung händisch erneuert, geschränkt und geschärft. Wer es schon einmal gemacht hat, weiß welche Arbeit und Anstrengung dahinter steckt. Pedder ist ein ausgesprochener Fachmann und hat sich meiner drei Sägen angenommen und nun bin ich im Besitz von drei tollen Werkzeugen. 

Hier der Bericht zu der Crosscutsäge für die Halsbearbeitung:


Zu Beginn habe ich mir ein Reststück Tannenholz aus der Restkiste genommen und die Maße und Winkel aufgetragen. Dann mit der Säge den Schnitt ausgeführt. 
Ein tolles Ergebnis. Die Säge wurde nur mit dem Eigengewicht geführt, ohne Druck.
Sauber lief der Schnitt durch das Holz. 
Der Winkel bestätigt das Ergebnis. 
Und nun der Schnitt durch den Mahagonihalsrohling. 
Es macht richtig Freude das Werkzeug durch das Holz zu führen. 
Umgespannt und fast komplett durchtrennt. 
Mit einigen schrägen Schnitten das Ergebnis fertiggestellt. 
So soll es sein. Die Kopfplatte gedreht und winklig mit der Klemme fixiert.
Die Oberfläche ist nur geringfügig nachzuarbeiten. Das wird nun mir einem Hobel erfolgen. 

Auch diese Werkzeuge zeigen ihren Einsatz nach der Wiederherstellung und bereiten große Freude. Solche Teile haben einen ganz eigenen Charme.
     

Mittwoch, 23. August 2017

Rohteile für Gitarrenneubau, Einlagen aus Furnieren

Aus einem Brett, hergestellt aus unterschiedlichen, verleimten Furnieren entstehen Ziereinlagen.




Die Blockware habe ich mit der Säge in schmale Streifen geschnitten. Diese erhalten dann eine Mittellage und sollen dann wieder zusammengeleimt werden. Dann werden sie auf die gewünschte Stärke bearbeitet und gehen als Streifen aufgesägt in den weiteren Bau.

Die Übersicht und Voraussetzung der Entstehung:
 

Die Einzelblätter sind zum Brett und dann zu Blöcken von 20cm Länge verleimt und aufgeschnitten worden. Der linke Block ist wieder aufgetrennt und neu verleimt worden.
Der rechte Block muss noch diesen Arbeitsschritt erhalten.
Von dem linken Block habe ich nun Blätter mit der Säge abgetrennt.
Das erste Blatt erhält nun eine Mittellage.
Nun wird das zweite Blatt an die Mittellage gelegt. Die Form ist eindeutig zu erkennen.

Fischgrät oder Ährenmuster nennt man dieses Muster. Im Englischen auch als Herringbone bekannt. Eine Form, die gerne verwendet wird. Für mich eine schöne Herausforderung. Nun sind mir die Schritte klar und die Ausführungen in unterscheidlichen Farben steht an.

Die Feinbearbeitung steht an diesen Muster noch an, da diese Rohmaterialien so noch nicht eingefügt werden können. Aber ich weiß jetzt, wie es geht und funktioniert.

Sonntag, 20. August 2017

Rohteile für Gitarrenneubau, der Steg

Das Holz an dem die Saiten ihre Befestigung finden liegt auf der Gitarrendecke.




Man nennt das Bauteil auch Steg oder Brücke. Hier beginnt die aufgespannte Saite und endet am Hals in der Mechanik. Sechs Saiten sind es im Normalfall bei einer akustischen Gitarre. Dieses Holz muß auf die Saitenlage und Deckenlage passend eingearbeitet werden. Auch muß die Tonlage angepasst werden. Alles eine sehr diffizile Aufgabenstellung, aber sehr interessant sie zu lösen.

Und dieses Holz soll mich dabei unterstützen:



Das ist Massaranduba. Als besonderes Merkmal - geriegeltes Massaranduba. Sehr schwer und dicht, feinporig und nicht einfach zu bearbeiten. Da müssen ganz scharfe Werkzeuge ran und die sind schnell stumpf.
Der erste Klotz ist quer zur Faser aufgeschnitten worden. Man erkennt sehr schön die Wellenform.
Ein wenig den Einfallswinkel des Lichts geändert und die Riegelung erhält eine andere Textur.
Der nächste Klotz wird längs zur Faser aufgetrennt.
Direkt nach dem Sägeschnitt. Die Färbung des Holzes ist noch etwas ungewohnt. 
Deutlich ist aber schon die unterschiedliche Textur.
Und hier erkennt man die Riegelung im Querschnitt.
Wie gut, dass ich noch die alten, aber frisch geschärften Messer für den Fünfer habe. So kann ich im direkten Vergleich einmal unter besonderen Umständen die Hölzer bearbeiten. Oben Fünfer mit Ursprungseisen, unten Dreier mit Gerd Fritsche Eisen. Ein Unterschied nicht nur im Ergebnis, sondern auch in der Durchführung.

Und das ist mein Favorit. Mit diesem Holz wird der Steg hergestellt.

Donnerstag, 17. August 2017

Rohteile für Gitarrenneubau

Die nächsten Teile für die Bauteile der neuen Gitarre werden vorbereitet.



Nachdem die Kopfplatte und die Rosette von den Hölzern her ausgewählt sind, werden nun die Hölzer für die Brücke und die Randeinlagen ausgesucht und konfektioniert. Meine Intention, eine farblich kontrastierende Einlage zu erhalten hat eine aufwendige Vorarbeit zur Folge. Aus Furnierblättern werden Abschnitte hergestellt, die dann zu Blöcken verleimt und wieder aufgeschnitten werden. Soweit der Plan.

Hier die Bilder von dem was ich plane und schon umgesetzt habe:

Wenn das Glück mir eine Menge Furnier überlässt.
Und dann auch noch als Kontrast ein schönes Mahagoni.
Dann beginne ich meine Vorstellungen zu realisieren.
Die Blätter werden auf Maß gebracht.

Abwechselnd werden die Blätter vorsortiert.
Die Anordnung wird noch etwas abgeändert.
Dann wird Blatt für Blatt geleimt und das Paket zwischen Folie eingebettet.
Die Folie hat sich bewährt. Keine Verklebung mit den Druckbrettern.
Und so wird der Druck aufgebaut und in mehreren Schritten wächst das Experiment.
Verklebung über Nacht, aber die Leimung ist noch nicht durchgetrocknet. Geduld ist angesagt.
 Der erste Versuch zeigt sich schon sehr positiv.
 Bin auf die nächsten Ergebnisse gespannt.
Die Kanten und die Späne zeigen schon ein gutes Ergebnis. Da sind schon einige ansprechende Randeinlagen möglich.

Das muss jetzt auch mal sein. Das Endprodukt der Leimerei ist mit dem Hobel abgezogen worden. Nicht nur die Spanqualität gefällt mir, sondern auch die Späne mit ihrer Geometrie selbst.
Nun habe ich zwei Blöcke auf Maß geschnitten und verdoppelt.
Sie werden so zusammengeleimt. Anschließend werden sie wieder aufgeschnitten. Aber wie?
Wie bekomme ich sie wieder zusammen, damit ich die besondere Form finde.

 Ein Restück muss herhalten. Unterschiedliche Winkelschnitte sollen die Lösung bringen. Die Anordnung ist dabei sehr wichtig.

Nun lasse ich die Schnitte und den Verlauf auf mich wirken.

So langsam dämmert es mir, wie ich meine optische Wirkung der Randeinlagen ausführen werde.